Fusionsprojekt
  Pfeffikon prüft Ehe mit Gemeinden im Aargau
  Gemeinsam mit Menziken, Burg und Reinach will der Pfeffiker Gemeinderat über eine Fusion nachdenken. Die Ausgangslage ist schwierig.

jon. Das Bestreben Pfeffikons steht dem neuen Legislaturprogramm des Luzerner Regierungsrats nämlich diametral entgegen Darin steht ausdrücklich: «Isolierte Zusammenschlüsse von Luzerner Gemeinden mit Gemeinden anderer Kanton lehnen wir ab.» Trotzdem will der Pfeffiker Gemeinderat mit den Aargauern Abklärungen treffen. Dies teilten die vier betroffenen Gemeinden gestern in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit.

«Auftrag der Bevölkerung»
«Wir haben einen Auftrag der Bevölkerung», erklärt Gemeindeammann Robert Rüttimann auf Anfrage. Das Handeln des Gemeinderats stütze sich auf eine Umfrage vom vergangenen Herbst, bei der sich über 80 Prozent der Pfeffiker für Fusionsgespräche mit denn Nachbargemeinden aussprächen. «Wir sind wirtschaftlich, schulisch und topografisch praktisch Aargauer», sagt Robert Rüttimann.
Mit Vertretern der drei aargauischen Nachbargemeinden hat der Pfeffiker Gemeinderat jetzt einen Projektausschuss gebildet. Dieser wird laut Rüttimann bis im Sommer die wirtschaftlichen und politischen Chancen und Risiken eines Zusammenschlusses abklären.

Resultate im Sommer
Vor den Sommerferien werden die Resultate der Beratungen dem Gemeindevolk und dem Regierungsrat vorgelegt. Robert Rüttimann ist aber skeptisch, ob der Ausschuss dann einen Anschluss Pfeffikons an den Aargau vorschlagen wird. Nicht nur, weil der Regierungsrat dagegen ist. Auch Rickenbach und Beromünster seien als Fusionskandidaten noch im Gespräch. «Das Ganze wird ein langer Prozess», schätzt Rüttimann.
  © Zisch / Neue Luzerner Zeitung 2004