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  News / 30.01.2004 11:03
 
  Regional
  Grosses Interesse an Fusionsidee Risch-Meierskappel
   
  ROTKREUZ - Gut 250 Einwohnerinnen und Einwohner aus Meierskappel und Risch gaben am Donnerstagabend den Startschuss für die Grundlagenstudie über eine mögliche Fusion der Nachbargemeinden.Im April 2003 hatten die Stimmberechtigten von Meierskappel dem Gemeinderat den Auftrag erteilt, Fusionsverhandlungen mit der Gemeinde Risch aufzunehmen. Die Rischer Stimmberechtigten sagten im Dezember Ja zur Finanzierung einer Grundlagenstudie. An der ersten Informations- und Mitwirkungsveranstaltung gestern im Zentrum Dorfmatt in Rotkreuz wurde freundliches bis sehr grosses Interesse an einem Zusammengehen der beiden Gemeinden deutlich. Es gab auch grundsätzlich ablehnende Stimmen, doch überwog die Haltung, dass die nötigen Abklärungen sorgfältig und in aller Ruhe vorgenommen werden sollen.

Fusion «besser vor 500 Jahren»

Mit dem Ziel, die Bevölkerung von Beginn an eng in den Fusionsprozess einzubeziehen, wurde in Grossgruppen - allerdings noch nach Gemeindezugehörigkeit getrennt - nach Stärken und Schwächen der eigenen wie der Nachbargemeinde gesucht, und Chancen und Gefahren einer Fusion wurden benannt. In einer engagiert - und sehr unterhaltsam - geführten Präsentation dieser Gruppendiskussionen wurde deutlich, das viele der anwesenden Einwohner von Meierskappel auf eine Fusion hin arbeiten wollen. Doch auch von Rischerinnen und Rischern wurden klare Aussagen gemacht: «Wenn die Grundlagen für eine Fusion sprechen, sollen die beiden Gemeinden innert zwei Jahren darüber abstimmen können.» Ein anderer Redner meinte, diese Fusion hätte besser schon vor 500 Jahren erfolgen müssen. Ebenso wurde aber auch kritisch die Frage gestellt: «Was ist für uns Rischer denn der Nutzen?»

Reto Steiner hatte Vor- und Nachteile von gemeindlicher Zusammenarbeit oder aber von Fusionen einander gegenübergestellt. Sein Fazit, das er auch als Startgedanken für den nun angelaufenen Prozess formulierte: «Es gibt nicht die eine Antwort, was gut ist.»
 
 
 
  © Zisch / Neue Luzerner Zeitung 2004